Verstopfung
Abflussreinigung im Gebäude
Ein träger Abfluss ist ein Vorbote, keine Kleinigkeit. Diese Seite erklärt Anzeichen, Ursachen und die Aussagekraft wiederkehrender Störungen.
Wurzeln finden jede undichte Muffe. Diese Seite erklärt, warum das geschieht, welche Leitungen betroffen sind und was ein Einwuchs über den Rohrzustand aussagt.
Wurzeln wachsen nicht zufällig in Abwasserleitungen. Sie wachsen dorthin, wo sie Feuchtigkeit, Wärme und Nährstoffe finden, und ein Abwasserrohr bietet alles drei in idealer Kombination. Der entscheidende Punkt ist deshalb nicht der Baum, sondern die Öffnung, durch die die Wurzel überhaupt hineingelangt. Wo ein Rohr dicht ist, wächst nichts ein.
Diese Seite erklärt, wie Wurzeleinwuchs entsteht, welche Rohrwerkstoffe und Verbindungsarten besonders betroffen sind, woran sich ein Einwuchs bemerkbar macht und warum er fast immer ein Hinweis auf einen baulichen Schaden ist. Was an einer konkreten Leitung sinnvoll ist, wird vor Ort beurteilt.
Ein Wurzelsystem wächst dem Feuchtigkeitsgefälle im Boden entgegen. Aus einer undichten Muffe, einem Riss oder einem versetzten Stoß tritt geringfügig Abwasser aus und durchfeuchtet das umgebende Erdreich. Dieses Signal genügt. Zuerst dringen feinste Haarwurzeln durch die Öffnung, weil sie nur Bruchteile eines Millimeters brauchen. Innerhalb des Rohres finden sie dann dauerhaft Wasser und Nährstoffe und verzweigen sich zu einem dichten Geflecht, das im Querschnitt wächst und dabei wie ein Sieb wirkt.
Mit den Jahren verholzen diese Wurzeln. Eine verholzte Wurzel übt erheblichen Druck aus und weitet die Öffnung, durch die sie eingetreten ist. Aus einer undichten Muffe wird so ein aufgeweiteter Stoß, aus einem Haarriss ein Bruch. Deshalb ist der Einwuchs nicht nur ein Abflussproblem, sondern ein Vorgang, der die Leitung fortlaufend weiter schädigt.
Klassisch betroffen sind erdverlegte Grundleitungen und Anschlusskanäle aus Steinzeug. Steinzeug ist chemisch außerordentlich beständig und übersteht Jahrzehnte im Erdreich, aber die Verbindungen älterer Leitungen wurden mit Teerstrick, Ton oder Mörtel abgedichtet. Diese Dichtungen altern, schrumpfen und verlieren ihre Anpressung. Jede dieser Muffen ist damit eine potenzielle Eintrittsstelle. Ähnliches gilt für alte Betonrohre und für Übergänge zwischen zwei Werkstoffen, die häufig nur behelfsmäßig hergestellt wurden.
Kunststoffleitungen mit Lippendichtung sind deutlich unempfindlicher, solange sie fachgerecht verlegt und ordentlich gebettet sind. Sie werden anfällig, wenn sich der Boden setzt, wenn eine Muffe unter Zwang steht oder wenn die Leitung beim Verfüllen beschädigt wurde. Eine Einordnung alter Werkstoffe bietet Altbau, Gussrohre und Bleileitungen, und die Zusammenhänge im Erdreich beschreibt Wurzeln in alten Kanälen.
Besonders aktiv sind Arten mit flach streichendem, stark verzweigtem Wurzelwerk und hohem Wasserbedarf, etwa Weide, Pappel, Birke, Esche, Ahorn und Platane. Auch Bambus und einige Sträucher sind auffällig. Die Reichweite eines Wurzelsystems entspricht in der Regel mindestens der Kronenbreite und übertrifft sie häufig deutlich, weshalb ein Baum am Nachbargrundstück oder im öffentlichen Straßenraum sehr wohl eine Leitung auf Ihrem Grundstück erreichen kann. Ein Einwuchs sagt daher nichts darüber aus, wem der Baum gehört, sondern nur darüber, dass die Leitung an dieser Stelle nicht dicht ist.
Ein Wurzeleinwuchs ist untrennbar mit einer Undichtigkeit verbunden. Solange diese Undichtigkeit besteht, wachsen Wurzeln nach, und zwar meist innerhalb weniger Jahre in erheblichem Umfang. Das ist der Grund, warum eine reine Beseitigung des Bewuchses eine wiederkehrende Angelegenheit bleibt, wenn die Eintrittsstelle unverändert bleibt.
Hinzu kommt die zweite Richtung: Wo Wurzeln eintreten, tritt Abwasser aus. Austretendes Abwasser wäscht das Bettungsmaterial rund um das Rohr aus, es entstehen Hohlräume, die Leitung verliert ihre Auflage, sackt ab und bildet Mulden mit Gegengefälle. Im ungünstigen Fall setzt sich diese Bewegung bis in überbaute Bereiche fort. Aus einer scheinbar harmlosen Muffe wird so ein Setzungsproblem. Zusätzlich gelangt Abwasser in den Untergrund, was wasserrechtlich nicht unerheblich ist.
Ob und wo Wurzeln in einer Leitung sitzen, lässt sich von außen nicht beurteilen. Sichtbar wird es erst durch eine Befahrung mit einer Kamera, die zugleich zeigt, in welchem Zustand die Rohrwand und die Verbindungen sind. Ob eine Leitung darüber hinaus dicht ist, ist eine eigene Fragestellung. Mehr dazu unter Kanal-TV-Inspektion und Dichtheitsprüfung. Verfahren zur grabenlosen Instandsetzung solcher Leitungen sind seit Langem etabliert und werden unter Rohrsanierung ohne Aufgraben beschrieben.
Wie stark eine Leitung bereits geschädigt ist, wie dick der Bewuchs ist und was die Rohrwand noch verträgt, zeigt sich erst, wenn man den Zustand kennt. Deshalb steht hier keine Ankündigung eines bestimmten Vorgehens. Die Person vor Ort verschafft sich zuerst Klarheit und sagt Ihnen dann offen, ob eine Behandlung des Bewuchses genügt oder ob die Leitung selbst instand gesetzt werden sollte.
Für eine Meldung nutzen Sie die Telefonnummer 01512 4403579 oder die Adresse info@rohrfast24.de. Beschreiben Sie dabei, wie häufig die Störung wiederkehrt und wie alt das Gebäude ungefähr ist.
Nur bedingt. Solange die Eintrittsstelle offen bleibt, finden auch andere Pflanzen den Weg hinein, und Wurzelreste im Boden treiben nach. Der wirksame Ansatzpunkt ist die Undichtigkeit, nicht allein der Bewuchs darüber.
Sicher gar nicht. Ein starker Verdacht besteht, wenn Verstopfungen an derselben Stelle regelmäßig wiederkehren, wenn die Leitung alt und aus Steinzeug ist und wenn größere Bäume in der Nähe stehen.
Nicht sofort, aber es wächst nach, solange die Öffnung besteht. Wie schnell, hängt von Baumart, Bodenfeuchte und Größe der Eintrittsstelle ab, und der Zeitraum liegt oft im Bereich weniger Jahre.
In der Praxis ist das schwierig, weil das Rohr an dieser Stelle nicht dicht war. Ein intaktes Rohr wird von Wurzeln nicht durchdrungen, weshalb der Zustand der eigenen Leitung im Vordergrund steht.
Deutlich seltener, weil deren Steckverbindungen mit Lippendichtungen arbeiten. Anfällig werden sie erst, wenn sich der Boden setzt, eine Muffe unter Zwang steht oder die Leitung beim Verfüllen beschädigt wurde.
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