Akute Störungen
Rohrreinigung: verstopfte Abwasserleitungen verstehen
Verstopfte Abwasserleitungen kündigen sich fast immer an. Diese Seite erklärt die Anzeichen, die Ursachen und die Folgen einer Störung im Abwassersystem.
Ein Rohrbruch zeigt sich oft erst, wenn der Schaden bereits läuft. Diese Seite erklärt die Anzeichen, die Ursachen und die Folgen für Bausubstanz und Versicherung.
Trinkwasserleitungen stehen dauerhaft unter Druck. Anders als eine Abwasserleitung, die nur beim Ablaufen Wasser führt, gibt eine schadhafte Druckleitung ununterbrochen Wasser ab, auch nachts und auch dann, wenn niemand im Haus ist. Genau das macht diesen Schaden so teuer: Nicht die Öffnung im Rohr richtet den Schaden an, sondern die Zeit, in der niemand sie bemerkt.
Diese Seite erklärt, woran sich austretendes Leitungswasser bemerkbar macht, warum Rohre überhaupt brechen, was dabei in der Bausubstanz passiert und welche Angaben später gegenüber der Versicherung wichtig werden. Wie ein konkreter Schaden behoben wird, hängt vom Bauteil und vom Ort ab und wird vor Ort entschieden.
Ein sichtbarer Strahl ist der seltene Fall. Häufiger meldet sich der Schaden indirekt, und zwar über eines dieser Zeichen:
Nicht jeder Verbrauch ohne Entnahme ist ein Rohrbruch. Auch ein durchlaufender Spülkasten, ein tropfendes Ventil oder eine undichte Verschraubung am Zähler erzeugen dasselbe Bild. Dazu passen Spülkasten läuft nach und Wasserzähler undicht.
Verzinkte Stahlleitungen aus dem Bestand verlieren ihre Zinkschicht mit den Jahren. Danach greift das Wasser den Stahl an, es bilden sich Rostknollen, der Querschnitt verengt sich und die Wandung wird örtlich so dünn, dass sie dem Betriebsdruck nicht mehr standhält. Kupferleitungen können unter ungünstigen Wasserverhältnissen Lochfraß zeigen, bei dem eine punktuelle Vertiefung die Wand durchdringt, während der Rest der Leitung völlig unauffällig bleibt. Genau deshalb sagt der äußere Eindruck einer Leitung wenig über ihren tatsächlichen Zustand aus.
Frost sprengt Leitungen, weil Wasser sich beim Gefrieren ausdehnt. Betroffen sind vor allem Leitungen in Außenwänden, in unbeheizten Räumen und im Außenbereich. Der Riss bleibt oft unbemerkt, solange das Eis ihn verschließt, und zeigt sich erst beim Auftauen. Was dabei zu beachten ist, steht in Leitung eingefroren. Daneben stehen mechanische Ursachen: eine angebohrte Leitung nach einer Befestigung in der Wand, Setzungen im Bauwerk, Spannungen durch fehlende Dehnungsmöglichkeit und Materialermüdung an Übergängen zwischen zwei Werkstoffen.
Für Trinkwasserinstallationen gelten DIN EN 806 und die Ergänzungsnorm DIN 1988; die hygienischen Anforderungen an Planung und Betrieb beschreibt zusätzlich VDI 6023. Ein dauerhaft zu hoher Ruhedruck belastet jede Verbindung im System, weshalb Anlagen üblicherweise über einen Druckminderer geführt werden. Kalkhaltiges Wasser lagert sich bei höheren Temperaturen verstärkt ab, verengt Querschnitte und lässt Bauteile heißer werden als vorgesehen. Auch häufige Temperaturwechsel wirken als Dauerbelastung auf Verbindungen.
Austretendes Wasser sucht den Weg des geringsten Widerstands und wandert dabei erstaunlich weit. In Geschossdecken breitet es sich in der Dämmschicht unter dem Estrich flächig aus und tritt oft mehrere Meter entfernt vom eigentlichen Schaden erstmals sichtbar aus. In Wänden steigt es kapillar auf. Betroffen sind dann nicht nur Oberflächen, sondern Dämmstoffe, Holzbauteile, Trockenbau und im Zweifel die Elektroinstallation. Feuchte Dämmung verliert ihre Wirkung, feuchtes Holz verliert Tragfähigkeit, und ab einer gewissen Durchfeuchtungsdauer entsteht Schimmel. Die Trocknung eines durchfeuchteten Aufbaus dauert regelmäßig deutlich länger als die Reparatur der Leitung selbst.
Schäden durch bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser fallen typischerweise in den Bereich der Gebäudeversicherung, während bewegliche Einrichtung der Hausratversicherung zugeordnet wird. Wichtig ist die Pflicht, den Schaden gering zu halten und den Versicherer unverzüglich zu informieren. Deshalb lohnt es sich, den Zustand vor jeder Veränderung zu dokumentieren. Hilfreiche Einordnungen bieten Gebäude- und Hausratversicherung, Wasserschaden dokumentieren und Leitungswasserschaden abrechnen. Für Mietverhältnisse ist zusätzlich Mietminderung bei Wasserschaden relevant.
Ob eine Stelle geöffnet, ein Abschnitt ersetzt oder eine Leitung stillgelegt und neu geführt wird, hängt vom Werkstoff, von der Lage im Bauteil, vom Alter der Installation und vom Zustand des Umfelds ab. Diese Beurteilung lässt sich nicht vorab treffen. Sie erfolgt durch die Person, die den Schaden vor sich hat, und wird Ihnen dort erklärt, bevor etwas geschieht. Wenn die undichte Stelle nicht sichtbar ist, ist zunächst die Frage nach ihrer Lage zu klären; dazu finden Sie mehr unter Leckortung.
Für eine Meldung nutzen Sie die Telefonnummer 01512 4403579 oder die Adresse info@rohrfast24.de. Halten Sie die genannten Beobachtungen bereit, insbesondere den Zählerstand und die Stelle, an der die Feuchtigkeit zuerst aufgefallen ist.
Schließen Sie alle Entnahmestellen und beobachten Sie das Zählwerk der Wasseruhr über einige Minuten. Bewegt es sich weiter, verlässt irgendwo Wasser das System. Das kann ein Rohrbruch sein, aber auch ein durchlaufender Spülkasten oder ein undichtes Ventil.
Wasser breitet sich in der Dämmschicht unter dem Estrich flächig aus und steigt in Wänden kapillar auf. Der Punkt, an dem es zuerst sichtbar wird, ist deshalb oft nur die tiefste oder durchlässigste Stelle, nicht der Ort des Schadens.
Ja, eine Meldung sollte unverzüglich erfolgen, und der Schaden ist möglichst gering zu halten. Fotografieren Sie den Zustand, bevor Sie etwas verändern, und heben Sie ausgebaute Bauteile auf, solange die Sache nicht abschließend geklärt ist.
In der Regel nicht. Feuchtigkeit in Estrichdämmung oder in Hohlräumen trocknet von allein sehr langsam, und in dieser Zeit können Schimmel und Schäden an Holzbauteilen entstehen. Der Umfang der Durchfeuchtung muss deshalb beurteilt werden.
Alter allein ist kein sicheres Kriterium, weil Werkstoff, Wasserbeschaffenheit und Betriebsbedingungen stark mitwirken. Auffällig sind jedoch verzinkte Stahlleitungen im Bestand, Übergänge zwischen verschiedenen Werkstoffen und Leitungen in unbeheizten Bereichen.
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