Technik & Installation
Regenrinne und Fallrohr
Die Dachentwässerung fällt erst bei Starkregen auf. Diese Seite erklärt ihren Aufbau, typische Störungen und die Folgen für das Gebäude.
Nicht jedes Leck zeigt sich dort, wo es sitzt. Diese Seite erklärt, wie sich verborgene Undichtigkeiten bemerkbar machen und was die Suche eingrenzt.
Die aufwendigsten Wasserschäden sind nicht die mit dem größten Wasseraustritt, sondern die, bei denen niemand weiß, wo das Wasser herkommt. Eine Leitung im Estrich, in einer Wand oder unter der Bodenplatte gibt ihr Wasser dorthin ab, wo Platz ist, und das ist fast nie die Stelle, an der später ein Fleck erscheint. Wer an dieser Stelle öffnet, öffnet meist umsonst.
Diese Seite erklärt, woran sich ein verborgenes Leck bemerkbar macht, warum Feuchtigkeit im Bauteil wandert, welche physikalischen Größen sich für eine Ortung überhaupt nutzen lassen und welche Angaben die Suche wirksam eingrenzen. Welche Wege im Einzelfall gangbar sind, wird vor Ort beurteilt.
Bevor die Suche beginnt, lohnt der Ausschluss der einfachen Erklärungen. Ein nachlaufender Spülkasten, eine tropfende Armatur oder eine undichte Verschraubung am Zähler erzeugen dasselbe Zählerbild. Dazu passen Spülkasten läuft nach und Wasserzähler undicht.
Ein üblicher Fußbodenaufbau besteht aus Rohdecke, Dämmschicht, Trennlage und Estrich. Die Dämmschicht ist genau das, was Wasser braucht: ein durchgehender, flächiger Hohlraum. Tritt dort Wasser aus, verteilt es sich flächig und sammelt sich am tiefsten Punkt oder dort, wo eine Fuge, ein Rohrdurchbruch oder ein Randstreifen nachgibt. Der sichtbare Fleck markiert also die durchlässigste Stelle des Aufbaus, nicht die Schadstelle.
In Wänden geschieht Ähnliches. Wasser folgt Hohlräumen, Installationsschächten und Leitungsschlitzen und steigt zusätzlich kapillar in porösen Baustoffen auf. Deshalb kann ein Schaden im Obergeschoss zuerst im Erdgeschoss auffallen und ein Schaden in der Küche zuerst im Flur.
Alle gebräuchlichen Ortungsverfahren beruhen darauf, dass austretendes Wasser eine messbare Spur hinterlässt. Es erzeugt Geräusche an der Austrittsstelle, es verändert die Temperaturverteilung im Bauteil, es verändert die elektrische Leitfähigkeit und die Feuchte des Materials, und es lässt sich mit einem eingebrachten Prüfgas oder einem Prüfmittel nachverfolgen. Daraus haben sich Verfahren wie die akustische Ortung, die thermografische Betrachtung, die Feuchtemessung und die Ortung mit Prüfgas entwickelt.
Jede dieser Möglichkeiten hat Voraussetzungen und blinde Flecken. Akustische Verfahren brauchen Druck auf der Leitung und eine ruhige Umgebung, thermografische Betrachtungen brauchen einen Temperaturunterschied und eine Oberfläche, die den Aufbau überhaupt abbildet, Feuchtemessungen zeigen die Ausbreitung, aber nicht zwingend den Ursprung. Deshalb ist Ortung selten eine einzige Messung, sondern ein Ausschlussverfahren, und deshalb steht hier auch keine Festlegung darauf, welcher Weg gewählt wird.
Zur Ortung gehört die Abgrenzung. Feuchte am Bauwerk kann auch aus Niederschlag über eine schadhafte Abdichtung, aus einer defekten Dachentwässerung, aus aufsteigender Feuchte im Mauerwerk, aus Kondensat an kalten Bauteilen oder aus einer undichten Abwasserleitung stammen. Jede dieser Ursachen führt zu einer anderen Konsequenz und zu einer anderen Zuordnung beim Versicherer. Zu den benachbarten Themen gehören Regenrinne und Fallrohr und Dichtheitsprüfung.
Jede Öffnung in Estrich, Wand oder Fliesenspiegel ist ein eigener Schaden, der wieder geschlossen werden muss. Wird an der falschen Stelle geöffnet, entstehen zwei Schäden statt einem, und der eigentliche Wasseraustritt läuft weiter. Hinzu kommt die versicherungsrechtliche Seite: Der Umfang eines Schadens und die Frage, welche Arbeiten notwendig waren, lassen sich nur belegen, wenn Ausgangszustand und Vorgehen dokumentiert sind. Hilfreich sind dazu Wasserschaden dokumentieren und Leitungswasserschaden abrechnen.
Welche Wege bei einer Suche gangbar sind, hängt vom Bauteil, vom Aufbau, von der Zugänglichkeit und davon ab, wie weit sich die Feuchtigkeit schon verteilt hat. Diese Beurteilung erfolgt vor Ort. Dazu gehört auch die ehrliche Aussage, wenn eine Ortung an Grenzen stößt und ein Bauteil geöffnet werden muss. Was danach zu tun ist, behandelt Rohrbruch und Wasserschaden.
Für eine Meldung nutzen Sie die Telefonnummer 01512 4403579 oder die Adresse info@rohrfast24.de. Halten Sie den Zählerstand und Ihre Beobachtungen bereit, das grenzt die Fragestellung erheblich ein.
Schließen Sie alle Entnahmestellen und beobachten Sie das Zählwerk über einen längeren Zeitraum. Bewegt es sich, verlässt Wasser das System. Danach sollten einfache Ursachen wie ein nachlaufender Spülkasten ausgeschlossen werden.
Weil Wasser sich in der Dämmschicht unter dem Estrich flächig verteilt und in Wänden Hohlräumen folgt. Sichtbar wird es an der durchlässigsten oder tiefsten Stelle des Aufbaus, nicht am Ort des Austritts.
Häufig lässt sich der Bereich so weit eingrenzen, dass eine kleine, gezielte Öffnung genügt. Eine Garantie dafür gibt es nicht, weil Aufbau, Zugänglichkeit und Ausbreitung der Feuchte den Ausschlag geben.
Nein. Auch Niederschlagswasser über eine schadhafte Abdichtung, eine defekte Dachentwässerung, Kondensat oder eine undichte Abwasserleitung erzeugen ähnliche Bilder. Diese Abgrenzung gehört zur Suche dazu.
Weil der Versicherer nachvollziehen können muss, welcher Zustand vorlag und welche Arbeiten notwendig waren. Fotos vor jeder Veränderung und eine schriftliche Festhaltung des Befunds ersparen später Diskussionen.
Technik & Installation
Die Dachentwässerung fällt erst bei Starkregen auf. Diese Seite erklärt ihren Aufbau, typische Störungen und die Folgen für das Gebäude.
Technik & Installation
Abscheider und Hebeanlagen arbeiten unauffällig, bis sie ausfallen. Diese Seite erklärt ihre Funktion, die Regelwerke und die Bedeutung der Wartung.
Technik & Installation
Armaturen, Spülkästen und Anschlüsse sind Verschleißteile. Diese Seite erklärt, warum sie ausfallen und was ein kleiner Defekt anrichten kann.