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Rückstauklappe warten: Warum eine ungewartete Klappe gefährlich ist

Kurz erklärt

Rückstauverschlüsse nach DIN EN 13564 werden nach DIN 1986-3 monatlich inspiziert und halbjährlich gewartet. Geprüft werden Dichtflächen, Beweglichkeit der Verschlüsse und der Notverschluss, dazu eine Funktions- und Dichtheitsprüfung. Eine verklebte Klappe hält den Rückstau nicht und blockiert zusätzlich den täglichen Abfluss. Dokumentieren Sie jede Wartung schriftlich.

Auspumpen eines vollgelaufenen Kellers

Was eine Rückstauklappe leistet und was nicht

Ein Rückstauverschluss ist eine Klappe in der Ablaufleitung, die sich beim normalen Abfluss öffnet und schließt, sobald Wasser aus der falschen Richtung kommt. Er verhindert, dass bei vollem Kanal Abwasser in tiefer liegende Räume gedrückt wird.

Er ist aber kein Universalschutz. Solange er geschlossen ist, kann auch nichts abfließen. Wer während eines Rückstaus duscht, füllt seinen eigenen Keller. Und für fäkalienhaltiges Abwasser sowie für bewohnte oder gewerblich genutzte Kellerräume ist eine Abwasserhebeanlage mit Druckleitung über die Rückstauebene die richtige Lösung, nicht eine Klappe, siehe Rückstauschutz in Düsseldorf.

Warum eine ungewartete Klappe schlechter ist als keine

Das klingt zugespitzt, ist aber ernst gemeint. Eine ungewartete Klappe erzeugt zwei Risiken auf einmal.

Erstens die falsche Sicherheit. Wer weiß, dass er keinen Schutz hat, räumt den Keller aus und stellt nichts Wertvolles auf den Boden. Wer glaubt, geschützt zu sein, tut das nicht. Und die Klappe, die seit zwölf Jahren niemand geöffnet hat, hat eine ausgehärtete Dichtlippe, eine mit Fett verklebte Führung und einen Notverschluss, der sich nicht mehr drehen lässt.

Zweitens der Dauerbetrieb. Eine Klappe, die durch einen eingeklemmten Fremdkörper oder eine verhärtete Dichtung nicht mehr ganz öffnet, verengt den Querschnitt. Das ist eine der klassischen Ursachen für wiederkehrende Verstopfungen, die niemand erklären kann, weil niemand an das Bauteil im Boden denkt.

Wo eine Klappe sitzen darf und wo nicht

  • Nicht im Revisionsschacht vor dem Haus. Schließt die Klappe dort, staut sich das gesamte Hausabwasser und tritt im Keller aus.
  • Nicht als Sammelabsicherung für alles. Ablaufstellen oberhalb der Rückstauebene müssen jederzeit frei abfließen können.
  • Nur in der Leitung der tiefliegenden Ablaufstellen, möglichst nah an diesen und immer zugänglich.
  • Nicht zugefliest, nicht zugestellt, nicht überbaut. Ein Verschluss, den man nicht öffnen kann, ist nicht wartbar und damit unwirksam.

Der Typ steht auf dem Bauteil

Die Produktnorm DIN EN 13564 unterscheidet mehrere Typen von Rückstauverschlüssen. Sie unterscheiden sich in der Zahl der selbsttätigen Verschlüsse und darin, ob ein handbetätigter oder fremdenergiebetätigter Notverschluss vorhanden ist. Daraus ergibt sich, für welches Abwasser ein Verschluss zugelassen ist. Für fäkalienhaltiges Schmutzwasser ist Typ 3 vorgesehen.

Suchen Sie die Typenangabe auf dem Deckel oder dem Gehäuse und notieren Sie sie. Ohne diese Angabe lässt sich nicht beurteilen, ob das eingebaute Bauteil überhaupt zum angeschlossenen Abwasser passt. Ein für fäkalienfreies Abwasser gedachter Verschluss an einem Keller-WC ist ein Planungsfehler, kein Wartungsfall.

Die Intervalle

DIN 1986-3, die Regeln für Betrieb und Wartung von Entwässerungsanlagen, sieht für Rückstauverschlüsse nach DIN EN 13564-1 eine monatliche Inspektion und eine Wartung im Halbjahresabstand vor. Die Inspektion ist eine kurze Sichtprüfung und kann im eigenen Haus erfolgen. Die Wartung ist die eigentliche Arbeit.

Auch bei den Personen unterscheidet die Norm. Verschlüsse für fäkalienhaltiges Abwasser sind von fachkundigen Personen zu prüfen und zu warten, für die übrigen Typen gelten geringere Anforderungen. In der Praxis heißt das für die meisten Eigentümer: die regelmäßige Sichtprüfung im eigenen Haus, die Wartung über einen Vertrag mit festen Terminen.

Was eine Wartung umfasst

  1. Deckel öffnen, Klappen und Gehäuse von Ablagerungen und Fett befreien.
  2. Dichtungen und Dichtflächen auf Zustand prüfen, verhärtete oder eingerissene Dichtungen ersetzen.
  3. Die Mechanik der beweglichen Verschlüsse auf Leichtgängigkeit prüfen und nach Herstellerangabe schmieren.
  4. Den Notverschluss von Hand schließen und wieder öffnen, damit er im Ernstfall funktioniert.
  5. Dichtheit über eine Funktionsprüfung nach DIN EN 13564-2 nachweisen. Geprüft wird mit sehr geringem Prüfdruck über eine in der Norm festgelegte Prüfdauer.
  6. Ergebnis, Datum, ausgetauschte Teile und Prüfende schriftlich festhalten.

Die Betreiberpflicht

Rückstausicherung ist in Düsseldorf keine Empfehlung. Nach der Abwassersatzung müssen Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene, also unterhalb der Straßenoberkante vor dem Grundstück, gegen Rückstau gesichert werden, und die Stadt haftet nicht für Rückstauschäden. Eine Sicherung, die nicht funktioniert, erfüllt diese Pflicht nicht. Wartung ist damit kein Extra, sondern Teil der Pflicht selbst.

In Mehrfamilienhäusern und Eigentümergemeinschaften gehört diese Aufgabe zur Verwaltung des Gemeinschaftseigentums. Legen Sie fest, wer den Termin veranlasst, sonst tut es niemand.

Was die Versicherung verlangt

Rückstauschäden sind nur mit einem Elementarschadenbaustein versichert, und die Bedingungen verlangen regelmäßig, dass die Sicherung vorhanden, ordnungsgemäß und funktionsfähig ist. Fehlt der Nachweis der Wartung, droht eine Kürzung. Ein einfaches Wartungsheft genügt: Datum, Name, geprüfte Punkte, getauschte Teile, Unterschrift. Mehr dazu in Gebäude- oder Hausratversicherung.

Was eine Sichtprüfung zeigt

Die regelmäßige Sichtprüfung ist der Teil der Instandhaltung, der im eigenen Haus stattfindet, und sie beantwortet nur wenige, dafür wichtige Fragen: Bewegt sich die Klappe leicht? Liegt sie satt auf der Dichtfläche auf? Sind Fremdkörper, Fettschichten oder Papierreste im Gehäuse? Lässt sich der Notverschluss betätigen, mit dem sich der Durchgang bei angekündigtem Starkregen von Hand schließen lässt?

Ebenso wichtig ist der Deckel selbst. Ein lose aufgelegter Deckel ist im Alltag eine Geruchsquelle und im Rückstaufall eine Austrittsöffnung. Genau daran scheitern in der Praxis viele Anlagen, die technisch in Ordnung wären.

Die häufigsten Befunde vor Ort

Verhärtete Dichtlippen, mit Fett und Waschmittelseife verklebte Klappen, Kalkschichten auf der Dichtfläche, ein Notverschluss, dessen Gewinde fest sitzt, ein eingeklemmter Fremdkörper, ein Gehäuse unter Fliesen ohne Zugang und, gar nicht selten, ein Bauteil, das für die angeschlossene Abwasserart nicht zugelassen ist. Keiner dieser Befunde zeigt sich von außen. Deshalb gibt es den Turnus.

Rohrfast24, Klosterstraße 80, 40211 Düsseldorf, ist unter 01512 4403579 erreichbar, in Düsseldorf und im Umkreis von 30 Kilometern. Was nötig ist und was es kostet, wird genannt, nachdem sich jemand die Anlage angesehen hat, und bevor gearbeitet wird.

Kann ich die Wartung selbst machen?

Die regelmäßige Sichtprüfung ist im eigenen Haus möglich. Die halbjährliche Wartung geht darüber hinaus, weil sie eine Funktionsprüfung mit definiertem Prüfdruck einschließt und bei Verschlüssen für fäkalienhaltiges Abwasser besondere Anforderungen an die ausführende Person stellt. Ohne diese Prüfung fehlt der Nachweis, den der Versicherer im Schadenfall sehen will.

Wie merke ich, dass die Klappe klemmt?

Typisch sind ein träger Ablauf an genau der gesicherten Stelle, Gluckern und ein Geruch, der aus dem Gehäuse kommt. Sicher feststellen lässt es sich nur durch Öffnen. Deshalb ist die regelmäßige Sichtprüfung sinnvoll, denn sie zeigt genau die Befunde, an denen eine Anlage im Ernstfall scheitert.

Reicht eine Klappe für einen Kellerabgang mit Bodenablauf?

Für fäkalienfreies Abwasser aus untergeordneten Räumen kann sie zulässig sein, wenn Typ und Einbauort passen und ein zweiter Abflussweg oberhalb der Rückstauebene existiert. Bei bewohnten Räumen und bei Fäkalien ist eine Hebeanlage die richtige Wahl.

Wovon hängt der Aufwand einer Wartung ab?

Von der Bauart und der Anzahl der Verschlüsse, von der Zugänglichkeit des Einbauorts und vom Zustand der Anlage. Ersatzdichtungen und Verschleißteile kommen hinzu, wenn sich beim Termin zeigt, dass sie fällig sind. Verträge über feste Intervalle sind in der Regel günstiger als Einzelbeauftragungen, weil die Anfahrt gebündelt wird.

Quellen

  • DIN EN 13564-1 — Rückstauverschlüsse für Gebäude, Anforderungen und Typen
  • DIN EN 13564-2 — Rückstauverschlüsse für Gebäude, Prüfverfahren einschließlich Funktions- und Dichtheitsprüfung
  • DIN 1986-3 — Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke, Regeln für Betrieb und Wartung, monatliche Inspektion und halbjährliche Wartung von Rückstauverschlüssen
  • DIN 1986-100 — Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke, Anordnung des Rückstauschutzes
  • Technische Abwassersatzung der Landeshauptstadt Düsseldorf, Stadtrecht 67.101 — § 2 Ziffer 15, Rückstauebene ist die Straßenoberkante; Pflicht zur Sicherung tiefer liegender Ablaufstellen, keine Haftung der Stadt

Fachlich geprüft von Rohrfast24 · Fachbetrieb für Rohr- und Kanalreinigung · Klosterstraße 80, 40211 Düsseldorf. Geprüft am 22.08.2026.

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